Backstein als Brücke zwischen den Epochen

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Weit über das Bergische Land hinaus ist der Altenberger Dom seit Jahrhunderten als monumentales Bauwerk und als geistiges Bildungs- und Begegnungszentrum bekannt. Bereits im zwölften Jahrhundert wurde in der Aue der Dhünn unweit von Köln das bedeutende Zisterzienser-Kloster geründet. Die gotische Kathedrale hatte seinerzeit europaweite Bedeutung und ist auch heute noch ein vielbesuchter Ort mit vielfältiger Nutzung.

Das Kölner Architekturbüro Gernot Schulz wurde 2012 mit der Neugestaltung des über die Jahrhunderte mehrfach erweiterten und umgeformten Gebäude-Ensembles beauftragt. In Abstimmung mit Denkmalschützern und Bodenarchäologen wurde entschieden, das Gesamtgebäude zeitgemäß umzuformen, um einerseits der historischen Bedeutung des Ortes gerecht zu werden und darüber hinaus die besondere Kloster-Atmosphäre für zukünftige Generationen erlebbar zu machen.

Die offenliegende Steinstruktur des Doms und weiterer Gebäude war ausschlaggebend dafür, die neu zu errichtenden Gebäudekörper ebenfalls in massiver Bauart aus Stein, Holz und Glas auszuführen. Dabei wurde mit dem "Westfalenbackstein Neuschwanstein silbergrau“ ein ideales Baumaterial gefunden.

Als unverfälschtes Naturprodukt, welches im traditionellen Kohlebrand im Ziegelwerk Schüring produziert wird, fügt sich dieser Klinker mit seinen beige/grauen Naturtönen ideal in die historischen Gemäuer ein und bildet dabei gleichzeitig eine Brücke zur modernen und puristischen Architektur. Besonders kommt dieses bei der Ummauerung uralter Mauersegmente zum Ausdruck, die als Hommage an die Baumeister alter Zeiten modern interpretiert wurden.

© Fotos: Stefan Schilling, Köln