Früher, heute, morgen – eine kurze Chronik

Formen

Im Februar 1938 erwirbt Bernhard Schüring aus Tungerloh-Capellen die Ringofenziegelei Gescher Harwick.

Während des zweiten Weltkrieges steht die Ziegelproduktion still und wird 1946 wieder aufgenommen.

Neu angeschaffte Maschinen erleichterten die schwere Arbeit. Der Bagger ersetzt den Spaten, der Dieselmotor die Dampfmaschine.

Der Kollergang, das Walzwerk und die Ziegelpresse verbessern die Qualität. Die im Freien getrockneten Rohlinge stapeln die >Setzer< in den einzelnen Kammern des kreisförmig um den Schornstein gebauten Ringofens. Die Ofendecke ist Arbeitsplatz der >Brenner<, die in Wechselschicht das Feuer in der Brennzone schüren. Das Feuer rückt jeden Tag von einer Kammer zur nächsten. Die Ziegelei ist ein Saisonbetrieb und sehr wetterabhängig. Während der Sommermonate fertigt man Vormauersteine, in den Wintermonaten Drainagerohre.

Der alte Ringofen wird 1965 durch einen modernen Tunnelofen und eine Trocknungsanlage ersetzt. Er wird mit Leichtöl gefeuert und der Stein künstlich getrocknet. Durch das Brennen mit Leichtöl bekommt der Ziegelstein eine einheitliche Farbe, wie sie zu dieser Zeit gefragt ist.

1980 wird der Tunnelofen auf Kohle umgestellt. Durch dieses wiederentdeckte alte Brennverfahren bekommt der Ziegel seine einzigartige Farbe und Struktur und findet neue Absatzgebiete. Eine Setzmaschine und Abpackanlage ersetzt in den nächsten Jahren auch beim Setzen und Sortieren die Handarbeit.

Anfang der 1990-er Jahre erweitert das Familienunternehmen Schüring die Produktion mit einer Backstein- und Formsteinpresse. Der Westfalen-Backstein überzeugt durch sein Erscheinungsbild, welches dem Feldbrandstein entspricht und wird zunehmend in der Denkmalpflege und in der Realisierung charakteristischer Neubauten eingesetzt.

2011 übernimmt Andreas Denne die Geschäftsführung von Ludwig Schüring und baut den Betrieb und das Produktportfolio kontinuierlich weiter aus.